Wenn draußen die Dunkelheit immer mehr um sich greift, wird es in den Häusern so richtig gemütlich. Zum abendlichen Sofastündchen werden dann gerne typische Snacks und Tropfen gereicht. Auf diese Weise wird die Polarnacht wahrlich zelebriert!

Gemütliche „Hygge“

Weil die Dänen erwiesenermaßen überaus glücklich sind, hat das dänische Wort für Gemütlichkeit gerade Hochkonjunktur. Auch im norwegischen Sprachgebrauch ist es bekannt – doch das tiefsitzende Gefühl unvergleichlicher winterlicher Behaglichkeit wohnt dem unscheinbaren norwegischen Begriff „Kos“ inne. www.nordnorge.com verbindet ihn mit dunklen Herbst- und Winterabenden, an denen, je nach Wetterlage, der Frost klirrt oder der Regen gegen die Fenster peitscht. Ein lodernder Kaminofen sorgt für behagliche Wärme und wo er fehlt, lässt sich mit Kerzen Stimmung zaubern. Dann krabbelt man aufs Sofa, zieht die Beine nach oben und steckt die Nase in ein gutes Buch, oder man genießt die Gesellschaft im Freundes- und Familienkreis –und was zuvor scheinbar unaufschiebbar war, kann nun getrost warten. Zu solch einem Augenblick passt zweifelsohne Lindt-Schokolade oder französischer Käse – für unschlagbare Atmosphäre sorgen jedoch gerade die typischen, hierzulande beliebten Gaumenfreuden.

Süßes

Nordnorwegen hat durchaus eine Reihe süßer Verlockungen zu bieten:

  • Der nordnorwegische Pralinenhersteller Craig Alibone führt zartschmelzende, verführerische Schokolade-, Bonbon- und Macaronvarianten, teils mit Salz aus dem Saltstraumen gewürzt.
  •  Für eher rustikalen Genuss sorgen die leckeren, pfannkuchenartigen Lefser, die in Nordnorwegen allgegenwärtig sind und in vielen Varianten gegessen werden.
  • Wenn die Sonne zurückkehrt, ist die Zeit der im Fett gebackenen, herrlich mundenden Berliner gekommen. Allein in Tromsø werden am 21. Januar, dem Tag der wiederkehrenden Sonne, 100 000 Sonnenkrapfen verspeist!

Salz

Salz rundet bekanntlich Süßes ab. Mit einer besonderen Geschmacksnote wird es zum Erlebnis.

Auf Kjerringøy ist Kuhmilchkäse sehr beliebt, während man auf den Höfen Ålan Gård auf den Lofoten und Bomstad Gård in Balsfjord auf Ziegenkäse schwört.

In der inneren Finnmark gehört gedörrtes Rentierfleisch zum Kaffeetisch. Es ist als Snack in Tüten erhältlich und nicht nur gesund, sondern tatsächlich überaus schmackhaft!

Winterliche Kaffeesorten

Kaffee ist in Nordnorwegen nicht wegzudenken und gehört immer dazu, wenn es gemütlich wird. Weil die Menschen in solch einer Klimazone besondere Bedürfnisse haben, kreieren die örtlichen Kaffeeröstereien auf meisterhafte Weise kräftigende, körperlich wie geistig wärmende Wintersorten. Wir haben uns umgehört und einige Empfehlungen eingeholt:

  • Die Bodøer Rösterei „Bønner i byen“ bietet einen speziellen Weihnachtskaffee an, der nach Zartbitterschokolade, Mandeln und Orangen schmeckt. Was gibt es behaglicheres als solch ein Aroma?
  • Auch die Tromsø Kaffebrenneri führt einen besonders aromatischen Weihnachtskaffee.
  • In der traditionsreichen, historischen Handelsstation Handelsstedet Forvik in Helgeland empfiehlt man zu dieser Jahreszeit den intensiven, vollmundigen Gamle Arnzten.

Dunkles Bier

In den modernen Hausbrauereien herrscht die Auffassung, dass auch das Bier im Winter dunkel und vollmundig sein sollte. Eine Umfrage förderte folgende Empfehlungen zutage:

  • Die Brauerei Bådin aus Bodø empfiehlt Mørkved, ein wohliges Hafer-Stout, das gut zur ebenfalls in der Stadt hergestellten Schokolade von Craig Alibone passt.
  • Graff aus Tromsø schwört auf sein Doppelbock Reformator, das einen langen, trockenobstartigen Nachgeschmack hat – passend zur Jahreszeit!
  • Die Svalbard Bryggeri vertreibt ihr Spitzbergen-Bier nun auch landesweit. Will man das spezielle Polarnacht-Bier testen, muss man sich allerdings in den hohen Norden begeben – und erlebt Hochgenuss bei einzigartiger Atmosphäre!

Bei all der Köstlichkeit und Gemütlichkeit gibt es nur eins: Lichter dimmen, mental abschalten und sich der Welt der Aromen hingeben!