Nordnorwegen ist seit mindestens 10000 Jahren besiedelt. Die lange Geschichte der Samen, die Wikingerfürsten Hålogalands, der Stockfischhandel und die dramatischen Geschehnisse im 2. Weltkrieg prägen die Landschaft. Einige der wichtigsten Orte für den Werdegang Nordnorwegens sind:

1. Die rund 6000 Felszeichnungen in Alta sind 2- bis 6000 Jahre alt und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie zeigen schwimmende Rentiere, Heilbutt-Fischer im Boot und Bären. Was sich die Menschen beim Zeichnen dachten, ist allerdings schwer zu ermessen –wir können sie leider nicht mehr fragen!


2. Die Kirche Trondenes in Harstad aus dem Jahr 1250 ist die nördlichste erhaltene mittelalterliche Kirche der Welt mit gotischen Portalen und dicken Verteidigungsmauern. Die drei Flügelaltare etwa aus dem Jahr 1500 wurden mit Stockfisch bezahlt und überlebten die Reformation. Das Gebäude liegt malerisch auf einer Landzunge.

3. Der vollständig erhaltene, liebevoll restaurierte historische Handelsort Kjerringøy  bei Bodø ist ein wahres Schmuckstück. Er stand Modell für Knut Hamsuns eindrucksvolle Romane.

4. Das Fischerdorfmuseum in Å ist die Residenz eines ehemaligen einflussreichen Fischhändlers mit Bootshaus, Rorbu-Hütten für Saisonfischer und Pächterhütte. Hier wird ein ganzes Jahrtausend des Stockfischhandels beleuchtet. Bevor man zum Nachbarn wechselt, dem Stockfischmuseum Lofoten, sollte man auf jeden Fall noch die Zimtschnecken aus der Museumsbäckerei probieren!

5. Wiederaufbaumuseum in Hammerfest: 70000 Menschen in Nord-Troms und Finnmark verloren 1944 ihre Heimat, als die deutschen Besatzer bei ihrem Rückzug verbrannte Erde hinterließen. Wer sich nicht versteckte, wurde zwangsevakuiert. Das Museum thematisiert nicht nur die Vertreibung, sondern auch die Rückkehr der Menschen und den Aufbau moderner Gemeinden ab 1945.