Eine Jahrtausende alte Kultur, eine völlig andere Sprache, ein kontrastreicher Lebensstil zwischen Tradition und Moderne - die Kultur der Samen findet in großen Teilen Nordnorwegens regen Zuspruch.

1. Der Sapmi Park in Karasjok beherbergt Rentiere, Gammen und Lavvos und zeigt das traditionelle Leben der Samen von der Küste bis ins Binnenland. Joiks und die überlieferte Mythologie werden im Multimediafilm gezeigt, außerdem wird Duoddji, das samische Kunsthandwerk präsentiert.

2. Das Arran (= arne, Feuerstätte) in Tysfjord ist das Kulturzentrum der wenigen Lulesamen, die eine eigene, nur von einigen hundert Menschen gepflegte Sprache sprechen. Es vermittelt Lebensweise, Trachten und Kunsthandwerk, jedoch auch die Bemühungen der Lulesamen, ihre Sprache und Kultur zu erhalten.

3. Die Juhls Silver Gallery in Kautokeino fertigt Silberschmuck für Samentrachten. In deutlichem Kontrast steht der moderne Schmuck. Das Gebäude hoch über Kautokeino ist eine Oase der Kunst und Kreativität inmitten der Finnmarksvidda.

4. Die Grenebua in Manndalen erhält die uralte Webtechnik der großen samischen Webteppiche. Auch die Fertigung der Lyngen-Kofte und einzigartige Strickmuster werden hier gepflegt. Ohne die Grenebua wäre wichtiges Kulturerbe schon lange verloren gegangen.

5. Das Sametinget ist das Parlament der Samen. Das ästhetische Gebäude fügt sich diskret in den Kiefernwald Karasjoks ein, zeigt sich bei näherer Betrachtung jedoch in kühner, formvollendeter Architektur.