Hunderttausende Inseln und Schären, tiefe Fjorde und steile Berge, malerische Buchten, Sandstrände und eine 10.000 Jahre alte Siedlungsgeschichte: die nordnorwegische Küste ist voller faszinierender Überraschungen. Es war ein hartes Stück Arbeit, fünf unserer Lieblingsorte auszuwählen:

1. Die Insel Lovund in Helgeland mit ihrer riesigen Papageientaucher-Kolonie direkt hinter den Häusern, einem wunderbaren „Hausberg“ und einem fantastischen Blick auf die Insel Træna ist nicht nur eine liebreizende Idylle, sondern auch ein wichtiges Zentrum der modernen Lachszucht.

2. Havnnes auf der Insel Uløya ist die nördlichste der historischen Handelsstationen. Das Haupthaus, die „Jungfrauenstube“ und weitere Gebäude sind gut erhalten und der Blick auf die Lyngsalpen ist grandios.

3. Die Insel Engeløya in Steigen ist eine geschichtsträchtige Idylle unter schroffen Bergen. Der alte Tinghügel, eine Kirche aus dem 13. Jh., archäologische Funde vermutlich eines Militärlagers aus der Eisenzeit und der blühende Pfarrgarten sind eindrucksvolle Zeugnisse der Vergangenheit. Die Batterie Dietl aus dem 2. Weltkrieg lässt ein beklemmendes Gefühl aufkommen, das die himmlische Møsbrømlefse im Museumscafé jedoch bald verjagen wird.

4. Hamningberg ist ein verlassenes Fischerdorf auf der Varangerhalbinsel, das wie durch ein Wunder den Zerstörungen des 2. Weltkrieges entging. Hier kann man sich ein eindrucksvolles Bild der Vorkriegs-Finnmark verschaffen. Die schmale Straße zu diesem Ende der Welt hinaus führt durch eine bizarre Mondlandschaft.

5. Røst ist ein kleiner, flacher Archipel 100 km vor dem Festland mit knapp 600 Einwohnern, großen Feldern von Trockenfischgestellen und einem zauberhaften Blick auf die Lofoten und das Festland. Eine Bootstour zu den wimmelnden Vogelfelsen sollte man sich hier nicht entgehen lassen!