Bei den Nationalen Landschaftsrouten handelt es sich um 18 ausgeschilderte Strecken, die durch die schönste norwegische Natur führen. Allein sechs davon führen durch Nordnorwegen, was wohl so einiges über die Küstennatur hier oben aussagt!

Touristisch attraktive Straßen in Norwegen

Bei einer Reise entlang der Fjorde, Küsten, Berge und Wasserfälle schmelzen Gegenwart und Geschichte zusammen. Als Urlauber spürt man, wie das Leben geruhsamer wird, und man lässt Stress und Hetze hinter sich. An den Strecken laden schöne Orte zum Rastmachen, Wandern und Fotografieren ein.

Erlebnisreiche Routen

Möglichkeiten zum Angeln, Fluss- und Bergwandern sowie Orte zum Übernachten, Museen usw. sind überall vorhanden.info tafeln und Reiseführer (erhältlich beim örtlichen Fremdenverkehrsbüro oder sog. Servicepunkten) geben nützliche Infos. Alle Nationalen Touristenstraßen sind mit dem entsprechenden Symbol beschildert.

Die Helgelandsküste – facettenreiche Küstenlandschaft

Der längste Abschnitt der Norwegischen Landschaftsrouten verläuft entlang der Helgelandsküste. Die Strecke führt über 416 km von Holm in Bindal bis zum Godøystraumen direkt vor Bodø. Ganz im Süden liegt das Insellabyrinth um den Torghatten, den „Berg mit dem Loch“. Die Daunen-Dörfer und Küstengemeinden des Archipels um Vega sind Teil des UNESCO-Welterbes. Von den Inselsiedlungen des mittleren Helgelands, stattlichen Bauernhöfen und mittelalterlichen Kirchen eröffnet sich der grandiose Blick auf die Bergkette der Sieben Schwestern. Im nördlichen Helgeland stößt die beschauliche Inselwelt auf das wilde, zerklüftete Saltfjell-Massiv, auf dem der Svartisen thront, der zweitgrößte Gletscher Norwegens. Der Saltstraumen bei Bodø, stärkster Gezeitenstrom der Welt, bietet viermal täglich seine reißende, sprudelnde Vorstellung.

Inselhüpfen mit dem Fahrrad ist an der Helgelandsküste nahezu ein Muss. Paddeln im Kajak, Bergwandern, Gipfeltouren und Angeln im Meer oder an den Binnengewässern sind weitere beliebte Freizeitaktivitäten. Nähere Informationen finden Sie auf den folgenden Internetseiten:

Lofoten - hoch aufragende Bergzinnen am offenen Meer

Der Abschnitt Lofoten der Norwegischen Landschaftsrouten verläuft über 197 km von Raftsund bis zur äußersten Südspitze des Archipels in Å. Hinter den spitzen, 1000 Meter hohen Bergen und den gewagt geschwungenen Brücken, die die Inseln miteinander verbinden, überrascht das breite, fruchtbare Tal auf Vestvågøy – die Lofoten zählen zu den schönsten Landschaften der Welt. Fischerdörfer mit malerischer, historischer Bebauung, das Wikingermuseum Borg, die stattlichen Häuser der ehemaligen Dorfherren und die pittoresken Rorbu-Hütten sind Teil des farbenfrohen Kulturerbes. Auch die Kunst, inspiriert von der dramatischen Landschaft, findet ihren Ausdruck – in Galerien, aber auch als Skulpturen mitten in der Natur oder Garagentor-Graffiti. Im Sommer laden ruhige Nebenstraßen zu einer entspannten Fahrradtour ein, das Inselparadies zu einer herrlichen Paddeltour und die steilen Gipfel zu einer Bergtour mit atemberaubendem Rundblick. Der Winter ist die richtige Jahreszeit zum Angeln im geschützten Lofotmeer, zum Wellenreiten oder für Gipfelskitouren durch endlosen Puderschnee.

Andøya – wo das Meer an Land geht

Die Landschaftsroute auf Andøya ist 58 km lang und verläuft vom Åkneskrysset bis Andenes. Auf der Fahrt durch die baumlose Landschaft, die der norwegischen See schutzlos ausgeliefert ist, wirkt das Fischerdorf Bleik wie eine selbstbewusste Trutzburg des Menschen. Hier gibt es große Moorgebiete mit Moltebeeren und Torf, Mitternachtssonne und Polarlicht, Vogelfelsen mit Papageientauchern und Basstölpeln, die sich beim Fischfang kopfüber ins Meer stürzen, und die eindrucksvollen Pottwale, die bei Walsafaris in Sichtweite ihre mächtige Fluke emporstrecken.

Die Strecke „Senja“

Hier fährt man auf der Außenseite der Insel in Richtung Meer, durch eindrucksvolle Natur, über Hügel, entlang der Fjorde und Berge, die wie Finger in das Meer hinausragen. Seit Menschengedenken leben die Menschen hier vom Fischfang.

Die Insel Senja hat zwei Gesichter: eine sanfte, grüne Seite und eine Wind und Wetter ausgesetzte raue Seite. Die Menschen ließen sich hier nieder, um dicht an den Fischgründen zu sein.

Die Strecke „Havøysund“

Der Weg nach Havøysund führt zwischen rauen Bergen am Meer entlang durch karge Natur in den äußersten Norden mit seinem arktischen Licht.

Die Strecke „Varanger“

Ganz im Norden und Osten Norwegens, wo Himmel und Meer ineinander zu fließen scheinen, trifft der Weg auf die eiskalte Barentssee. Auf der Halbinsel Varangerhalvøya beginnt die Strecke in einem lieblichen Birkenwald und in Moorgebieten in Varangerbotn und endet in einer kargen, mondähnlichen Landschaft mit zerklüfteten Klippen.