www.nordnorge.com erlebt ständig etwas Neues. Diesmal waren wir auf Tromsøs Landmarke, dem Tromsdalstind, 1238 m über dem Tromsøsund. Begleiten Sie uns!

Ein Berg mit Persönlichkeit

Die Einwohner von Tromsø haben ein leidenschaftliches Verhältnis zu ihrem Stadtberg. Die Sonne scheint viele Tage auf den Gipfel, bevor sie sich Ende Januar wieder dem Zentrum zuwendet. Zeitiger Schnellfall auf dem Berg im August kündet den kommenden Winter an.

Umarmung

Der Tromsdalstind hat auch einen samischen Namen, Sálasoaivi. Das könnte ”Umarmung” bedeuten und so in etwa sieht auch der Bergkamm aus, doch der Name ist bis heute nicht vollständig erklärt werden.

Langer Fussweg

Bis zur Schranke ganz oben am Touristenweg im Tromsdalen (an Tromsøs kontinentaler Seite) wurden wir mitgenommen. Dann wanderten wir eine halbe Stunde auf Waldwegen ins Tal hinein bis zum Wegweiser am Talende.

Die Sommerroute hinauf

Wir entschieden uns für den kurze und brutalen Weg nach oben. Bald nach dem Wegweiser waren wir auf der ersten Anhöhe und kämpften uns schwer atmend durch den Birkenwald. Mücken, Fliegen und Bremsen summten in großen Schwärmen um uns herum, verschwanden aber hinter der Baumgrenze.

Den Kamm hinauf

Am Fuße des Kammes sahen wir dort oben andere Bergwanderer so groß wie Ameisen. Nach und nach wich der Torf einer Stein- und Moorlandschaft. Auf halbem Weg nach oben sahen wir den Gipfel über uns und staunten nicht schlecht beim Anblick der steilen Abhänge auf der Rückseite des Kammes .

Belohnung

Etwa dreieinhalb Stunden nach Beginn der Wanderung, erreichten wir den Gipfel. Die Belohnung war die Mühe wert, denn wir sahen nicht nur Tromsø von oben, sondern die 1800 m hohen Lyngsalpen auf der anderen Seite mit Gletschern zwischen den Gipfeln. Auch alle Inseln der mittleren und nördlichen Troms zeichneten sich nach Westen hin ab. Ein großer Augenblick.

Einfache Wegweiser

Wenn Sie auf den Tromsdalstinden wandern wollen sollten Sie den Touristenweg von der Eismeerkathetrale aus nehmen. Am Ende des Ortes ist eine Schranke - von hier aus müssen Sie laufen oder das Fahrrad nehmen. Wer schon Erfahrung mit dem Berg hat fährt am Besten mit dem Fahrrad weit hinein um Zeit zu sparen. Dieses kann man dann an einem Baum in der Nähe des Wegweisers anschließen, der gut eine halbe Stunde taleinwärts liegt.

Winter- und Sommerroute

Hier können Sie zwischen zwei Routen wählen, der Winter- und der Sommerroute. Wir entschieden uns für die Sommerroute aufwärts und die Winterroute abwärts. Letztere ist länger, aber nur leicht abschüssig und mit weniger Gestein. Beide Routen sind gut durch die rote Pfeile und Flecken auf den Steinen gekennzeichnet und an schönen Tagen sieht man viele Wanderer. Wir brauchten insgesamt 7 Stunden für beide Wege, inklusive eine halbe Stunde Mittagspause auf der Spitze und mehreren kleine Pausen unterwegs. Unsere Gruppe war in mittelmäßiger Form.

Sollten Sie den Tromsdalstind erklimmen?

Den Berg im Sommer hinaufzugehen ist nicht mit besonders viel Risiko verbunden, da die Topographie des Berges leicht lesbar ist. Trotzdem sollte man den Aufstieg bei schlechter Sicht meiden, da es auf der Rückseite einen Abgrund von 100 m Tiefe gibt. An schönen Tagen sind mehr Leute unterwegs, was die Sicherheit natürlich erhöht. Skienthusiasten gehen auch gerne im Winter hinauf, das aber erfordert sehr gute Skierfahrung. Natürlich ist es auch von Vorteil einigermaßen in Form zu sein, immerhin geht es 1200 m in die Höhe.

Zweifelhafter Tourismus

Im oberen Tal kann man die Spuren des frühen Tourismus in Tromsø erkennen, aus einer Zeit als die Samen aus Karesuando in Schweden das Festland um Tromsø als Sommerweide benutzten. Die Touristen der Hurtigrute und den frühen Kreuzfahrtschiffen kamen mit Pferd und Wagen um die exotischen Samen zu bestaunen. Wollten die Samen nicht fotografiert werden konnte es passieren, dass einer der Fahrer sie mit Gewalt aus den Gammen holte.

Noch mehr Tromsø

Von der Seite des Fremdenverkehrsamts in Tromsø können Sie viel mehr über Tromsø erfahren.