Unter den Kandidaten mit dem Titel ”Ende der Welt” ist das Nordkap einer der offensichtlichen. Begleiten Sie uns auf eine Kolonnenfahrt auf das winterliche Nordkapplateau , dann verstehen Sie warum. Auf einer Winterreise nach Nordnorwegen bildet das Nordkap den letzten Punkt der Reise.

Im Winter geöffnet

Das Nordkap, Europas nördlichster Endpunkt, war früher im Winter komplett unzugänglich. Wenn der Schnee kam wurde nur bis Skarsvåg geräumt. Die einzige Möglichkeit weiterzukommen war damals auf Skiern zur geschlossenen Nordkaphalle zu fahren. Heute können Sie das ganze Jahr über hierherkommen, wenn der Nordwestwind gute Laune hat.

Kolonnenfahrt

Im Winter geht täglich eine Kolonne zum Nordkap. Das bedeutet, dass ein Schneepflug voran fährt, gefolgt von einem Bus mit Gästen der Hurtigrute und anderen Reisenden (Bus von Montag bis Freitag). Dahinter können sich Autofahrer einreihen. Die vierzig Minuten zum Nordkap führen über eine ziemlich flache Hochebene mit Uferkanten, die steil ins Meer hinab fallen. Unterwegs tauchen die bunten Häuser in den kleinen Fischerorten Kamøyvær und Skarsvåg auf.

Winterstimmung an der Nordkapklippe

Im Sommer ist das Nordkap ein hektisches Reiseziel. Im Winter dagegen herrscht eine völlig andere Stimmung: Auf dem Plateau wechselt sich knisterndes, faszinierendes Winterwetter mit eiskaltem, kräftigem Wind und Schneeregen ab, der einem ins Gesicht peitscht. Gefährlich ist es trotzdem nicht. Das Plateau ist gut gesichert und bei extremer Witterung werden die Touren abgesagt. Im Gebäude ist es kuschlig warm: ein offenes Cafè, ein Souvenirladen (mit Nordkapstempel auf den Postkarten) und Filmvorführungen (auf fünf enormen Bildschirmen) in der Grotte laden ein. Sicher, warm und angenehm ist es hier, obwohl das Gefühl vom Ende der Welt immer dabei ist – und darum geht es ja beim Nordkap.

Wetter

Die Finnmark wartet im Winter nur mit wenig Wettergarantie auf. Wenn polarer Tiefdruck vom Nordmeer herein fegt bleiben schlaue Finnmarker zu Hause. Dann wird die Kolonne abgesagt. Doch glücklicherweise hält das Finnmarkswetter meist nicht lange an. Wenn Sie also Zeit haben sind die wetterverhältnisse schon oft am Tag danach sehr gut und geben den Blick auf Schneeverwehungen frei , die aussehen wie Skulpturen.

In Honningsvåg

Der Fischerort Honningsvåg mit seinen rund 3000 Einwohnern ist Ausgangspunkt einer Nordkaptour. Nutzen Sie die Chance auf ein Zusammensein mit den gastfreundlichen, offenherzigen und gesprächigen Menschen in Honningsvåg. ”Nøden” ist eine legendäre Kneipe in Honningsvåg -wenn Sie hierherkommen haben sie garantiert Gesellschaft. Wir empfehlen auch einen Besuch des Nordkapmuseums.

Magerøya

Wenn Sie sich ein Auto mieten, können Sie die anderen Fischerdörfer der Insel besuchen: Skarsvåg, Gjesvær und Kamøyvær. In Skarsvåg steht das Weihnachtshaus. Die Galerie Østenfor Solen in Kamøyvær dagegen ist thematisch mehr auf das ganze Jahr ausgerichtet. Gjesvær auf der Westseite der Insel hat eine wunderbare Aussicht zum Vogelfelsen Gjesværstappan und eine Kapelle, in der besondere Kunst zu sehen ist.

Eine Winterreise in die Finnmark

Im Winter zum Nordkap zu fahren schließt natürlich auch eine winterliche Rundreise in der Finnmark ein. Busse, Flugzeuge und die Hurtigrute erreichen Honningsvåg mit überraschender Regelmäßigkeit, obwohl der polare Tiefdruck zeitweise jegliche Kommunikation für ein paar Stunden lahmlegt. Ein paar

Ideen für andere Reiseziele und Reisearten sind:

  • Alta: Flugzeug und tägliche Busverbindung
  • Hammerfest: Flugzeug und tägliche Busverbindung und Hurtigrute
  • Tromsø: Flugzeug und Hurtigrute, 18 Stunden, nachts nordwärts, tagsüber südwärts 
  • Lakselv/Karasjok: tägliche Busverbindung
  • Kirkenes: Hurtigrute, 1 Nachtfahrt

Nordkap Aktivitäten: www.nordkapp.no