Die Sjøgata in Mosjøen ist ein Ansammlung historischer Holzhäuser aus dem 19.Jh.Die bunten Häuser sind eine Freude für die Kamera. Geschäfte, Künstler und ein lokales Museum laden zu einem entspannten Besuch ein und das Beste daran ist die Kaffepause mit Aussicht.

Die Sjøgata in Mosjøen – ein lebendiges Geschichtsbuch

Die Sjøgata in Mosjøen ist ein Ansammlung historischer Holzhäuser aus dem 19.Jh.Die bunten Häuser sind eine Freude für die Kamera. Geschäfte, Künstler und ein lokales Museum laden zu einem entspannten Besuch ein und das Beste daran ist die Kaffepause mit Aussicht.
Die Bretterbarone kommen
1866 bricht eine Goldrauschstimmung in Mosjøen, der idyllischen Kleinstadt mitten in Norwegen aus. Ein großes Sägewerk (”Engelskbruket”) wird gegründet und Mosjøen wird zum Treffpunkt für englische Bretterbarone, Waldarbeiter aus Odalen, samische Flößer, schwedische Bergbauern auf Handelsfahrt und Schneider mit Inspirationen aus London und Paris. Heute sind die englischen Bretterbarone verschwunden, aber mit den Stegen, Packhäusern, Bootshäusern, Gewerbehöfen und Wohnhäusern – nicht zu vergessen die dazwischenliegenden Schuppen und Nebengebäude - macht die Sjøgata den lebendigen und pittoresken Teil von Mosjøens Innenstadt aus.
Armut und Verfall
Nach dem 2. Weltkrieg war die Sjøgata ein verfallener Stadtteil, ein Schandfleck für viele Einwohner und ein sehr unbeliebtes Wohnviertel. Viele verbanden den Stadtteil mit Armut, mit den Stadtrinkern, die an der „Langspøttarhjørnet” gerne eine Flasche Schnaps teilten, bevor sie wieder nach Hause radelten.
”Alles abreißen....”
…hieß es im Regulierungsplan, den die Gemeinde Vefsn 1970 vorlegte. Die Hochkonjunktur nach dem Krieg machte Parkplätze in Zentrum von Mosjøen erforderlich. Die meisten wollten, dass die Gebäude in der Sjøgata abgerissen werden. Glücklicherweise gab es Proteste. Ein paar hundert Menschen sahen den Wert der Straße und die Bewohner und andere Interessenten mobilisierten den Widerstand gegen den Abriss.
Erhaltung
Im Architekturschutzjahr 1975 wurden die Geschehnisse in Mosjøen im Land publik und die Bewahrung des Sjøgata-Umfeldes wurde genehmigt. Wichtige Unterstützer dieser Arbeit waren Architekten, Farbspezialisten und Repräsentanten der Stadtsanierung. Das zentrale Ziel dabei war es, die Sjøgata zu einem lebendigen Teil von Mosjøens Innenstadt zu machen. Das größte Gebäude sollte zum Kultur- und Umwelthaus mit Cafe werden und heißt heute Kulturwerkstatt..
Die Kulturwerkstatt – Gastgeber und Wohnstube der Sjøgata
Das Gebäude der Kulturwerkstatt wurde 1862 von Kaufmann Jacob C. Jacobsen erbaut und war zu seiner Zeit Mosjøen größter und schönster Gewerbehof. Die Arbeit mit der Erhaltung des Handelshauses begann 1981 und 1984 war das besondere Mehrzweckhaus fertig gestellt. Heute ist die Kulturwerkstatt ein bekannter und beliebter Anlaufpunkt in Mosjøen. Er ist ein Ort für Versammlungen und Konferenzen, aber hauptsächlich ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Im Cafè wird traditionelles Essen aus Vefsn angeboten. In der Galerie können Sie professionelle Kunst, größtenteils von nordnorwegischen Künstlern, erleben und erwerben. Die Galerie ist eine der größten in diesem Teil des Landes und die Kunst wird an Touristen, Einheimische und lokale Betriebe verkauft. In der Galerie Stallen hat das Antiquariat Alrunen seinen Platz gefunden.
Mittagskonzerte
Eines der beliebtesten Angebote der Kulturwerkstatt sind die Mittagskonzerte, die das ganze Jahr über freitags stattfinden. Alle die gute Musik hören und soziales Zusammensein genießen möchten, können sich in der Galerie der Kulturwerkstatt einfinden und Konzerten lokaler Musiker, sowohl von Profis als auch von Amateuren, beiwohnen.
Wohnen in historischer Umgebung
Die Gasthäuser in der Sjøgata sind nach früheren Bewohnern benannt, wie z.B. „Gabrielshof“, „ Ola Oktobersteg“ und „Aabakkenhof“. In diesen Häusern können Sie Ihren Morgenkaffe am Küchenfenster genießen – genauso wie damals im 19.Jh. Die Gaststuben sind sehr gemütlich und historisch korrekt eingerichtet, haben aber dennoch die nötige Ausstattung, damit die Gäste sich wohlfühlen. Alle Häuser sind unterschiedlich eingerichtet, der gemeinsame Nenner aber sind gute Betten, Küche, Stube und Badezimmer.
Nordnorwegens ältestes Hotel
Das ”Ehrenwerte Hotel der Frau Hagen” liegt im südlichen Teil der Straße und ist von einem wunderschönen Garten mit Anlegesteg  umgeben. Es ist mit seinen 200 Jahren Nordnorwegens ältestes Hotel und wird seit mehreren Generation von Frauen betrieben. Das Hotel ist restauriert und modernisiert, hat jedoch seinen alten Stil und eine intime Atmosphäre bewahren können.
Die Jakobsenbrygga
Das Helgeland - Museum hat eine eigenes Steghaus in der Straße und bietet das ganze Jahr über unterhaltsame Ausstellungen an. Die feste Ausstellung „ Die Geschichte einer Stadt“ erzählt viel über das bunte Leben in der Sjøgata und in Mosjøen, der ältesten Stadt auf Helgeland. Das Museum bietet auch wechselnde Themenausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen.
Vikgården Landhandel und Cafè
Seit damals gibt es in Mosjøen verschiedene Gaststuben, besonders in der Sjøgata. Im „Vikgården Landhandel und Cafè“ möchte der Gastgeber diese Tradition aufrechterhalten und weiterführen. Der Hof war ein altes Handelshaus bis in die 1880-iger Jahre. Die alten Gegenstände, Schilder und anderen Sammelobjekte nehmen Sie mit auf eine Zeitreise. Im Vikgården bekommen sie Ihren Kaffe auf die gute alte Art mit lokalen Zutaten serviert. Es gibt jeden Tag ein Mittagsangebot und einheimische Nahrungsmittel aus dem Helgelandgebiet werden zusätzlich angeboten. Statten Sie dem Hof einen Besuch ab und erleben sie die besondere nostalgische  Stimmung eines echten Landhandels.
Stolz auf die Sjøgata
Die Leute aus Vefsn sind stolz auf ihren alten Stadtteil und zeigen ihn gerne den Besuchern. Machen Sie einen Spaziergang in der Atmosphäre des 19.Jh und erleben Sie die alten Bautechniken und Werkzeuge, Details und Farben. Besuchen Sie die Krämer und Handwerker, die in der Straße arbeiten und machen Sie es wie die Vefsner : Gehen Sie in die Cafès, besonders am Vormittag. Genießen Sie das Lachen, die Gespräche und das Klirren der Kaffetassen, während zahllose Weltprobleme „gelöst“ werden. Die Kaffehauskultur hat eine lange Tradition in Mosjøen und besonders die Sjøgata war für ihr große Anzahl Cafés bekannt.
Ein Ort zum Wohnen
Die Sjøgata in Mosjøen hat eine lebendige Atmosphäre mit Handel, Gasthäusern, Unterkünften, Galerien, Kunstausstellungen, Antiquitäten, Museen und einigem mehr. Viele der Häuser sind von ganz normalen Vefsnern bewohnt. Sie sind es gewohnt, dass die Touristen gerne durch ihre Gärten gehen oder in die Fenster schauen.
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Das Sjøgataumfeld und die Kulturwerkstatt haben übrigens das Qualitätszeichen des norwegischen Kuturerbes, die Olfasrose. Mosjøen ist ein herrlicher Ausgangspunkt für viele schöne Reiseziele auf Helgeland. Auf Helgeland Reiselivs und auf NordNorsk Reiselivs Internetseiten können Sie mehr erfahren.
Text: Gunn Johansen/Helgeland Reiseliv AS

Die Sjøgata in Mosjøen ist ein Ansammlung historischer Holzhäuser aus dem 19.Jh.Die bunten Häuser sind eine Freude für die Kamera. Geschäfte, Künstler und ein lokales Museum laden zu einem entspannten Besuch ein und das Beste daran ist die Kaffepause mit Aussicht.Die Bretterbarone kommen1866 bricht eine Goldrauschstimmung in Mosjøen, der idyllischen Kleinstadt mitten in Norwegen aus. Ein großes Sägewerk (”Engelskbruket”) wird gegründet und Mosjøen wird zum Treffpunkt für englische Bretterbarone, Waldarbeiter aus Odalen (Südnorwegen), samische Flößer, schwedische Bergbauern auf Handelsfahrt und Schneider mit Inspirationen aus London und Paris. Heute sind die englischen Bretterbarone verschwunden, aber mit den Stegen, Packhäusern, Bootshäusern, Gewerbehöfen und Wohnhäusern – nicht zu vergessen die dazwischenliegenden Schuppen und Nebengebäude - macht die Sjøgata den lebendigen und pittoresken Teil von Mosjøens Innenstadt aus.

Armut und Verfall

Nach dem 2. Weltkrieg war die Sjøgata ein verfallener Stadtteil, ein Schandfleck für viele Einwohner und ein sehr unbeliebtes Wohnviertel. Viele verbanden den Stadtteil mit Armut, mit den Stadtrinkern, die an der „Langspøttarhjørnet” gerne eine Flasche Schnaps teilten, bevor sie wieder nach Hause radelten.

”Alles abreißen....”

…hieß es im Regulierungsplan, den die Gemeinde Vefsn 1970 vorlegte. Die Hochkonjunktur nach dem Krieg machte Parkplätze in Zentrum von Mosjøen erforderlich. Die meisten wollten, dass die Gebäude in der Sjøgata abgerissen werden. Glücklicherweise gab es Proteste. Ein paar hundert Menschen sahen den Wert der Straße und die Bewohner und andere Interessenten mobilisierten den Widerstand gegen den Abriss.

Erhaltung

Im Architekturschutzjahr 1975 wurden die Geschehnisse in Mosjøen im Land publik und die Bewahrung des Sjøgata-Umfeldes wurde genehmigt. Wichtige Unterstützer dieser Arbeit waren Architekten, Farbspezialisten und Repräsentanten der Stadtsanierung. Das zentrale Ziel dabei war es, die Sjøgata zu einem lebendigen Teil von Mosjøens Innenstadt zu machen. Das größte Gebäude sollte zum Kultur- und Umwelthaus mit Cafe werden und heißt heute Kulturwerkstatt.

Die Kulturwerkstatt – Gastgeber und Wohnstube der Sjøgata

Das Gebäude der Kulturwerkstatt wurde 1862 von Kaufmann Jacob C. Jacobsen erbaut und war zu seiner Zeit Mosjøen größter und schönster Gewerbehof. Die Arbeit mit der Erhaltung des Handelshauses begann 1981 und 1984 war das besondere Mehrzweckhaus fertig gestellt. Heute ist die Kulturwerkstatt ein bekannter und beliebter Anlaufpunkt in Mosjøen. Er ist ein Ort für Versammlungen und Konferenzen, aber hauptsächlich ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Im Cafè wird traditionelles Essen aus Vefsn angeboten. In der Galerie können Sie professionelle Kunst, größtenteils von nordnorwegischen Künstlern, erleben und erwerben. Die Galerie ist eine der größten in diesem Teil des Landes und die Kunst wird an Touristen, Einheimische und lokale Betriebe verkauft. In der Galerie Stallen hat das Antiquariat Alrunen seinen Platz gefunden.

Mittagskonzerte

Eines der beliebtesten Angebote der Kulturwerkstatt sind die Mittagskonzerte, die das ganze Jahr über freitags stattfinden. Alle die gute Musik hören und soziales Zusammensein genießen möchten, können sich in der Galerie der Kulturwerkstatt einfinden und Konzerten lokaler Musiker, sowohl von Profis als auch von Amateuren, beiwohnen.

Wohnen in historischer Umgebung

Die Gasthäuser in der Sjøgata sind nach früheren Bewohnern benannt, wie z.B. „Gabrielshof“, „ Ola Oktobersteg“ und „Aabakkenhof“. In diesen Häusern können Sie Ihren Morgenkaffe am Küchenfenster genießen – genauso wie damals im 19.Jh. Die Gaststuben sind sehr gemütlich und historisch korrekt eingerichtet, haben aber dennoch die nötige Ausstattung, damit die Gäste sich wohlfühlen. Alle Häuser sind unterschiedlich eingerichtet, der gemeinsame Nenner aber sind gute Betten, Küche, Stube und Badezimmer.

Nordnorwegens ältestes Hotel

Das ”Ehrenwerte Hotel der Frau Hagen” liegt im südlichen Teil der Straße und ist von einem wunderschönen Garten mit Anlegesteg  umgeben. Es ist mit seinen 200 Jahren Nordnorwegens ältestes Hotel und wird seit mehreren Generation von Frauen betrieben. Das Hotel ist restauriert und modernisiert, hat jedoch seinen alten Stil und eine intime Atmosphäre bewahren können.

Die Jakobsenbrygga

Das Helgeland - Museum hat eine eigenes Steghaus in der Straße und bietet das ganze Jahr über unterhaltsame Ausstellungen an. Die feste Ausstellung „ Die Geschichte einer Stadt“ erzählt viel über das bunte Leben in der Sjøgata und in Mosjøen, der ältesten Stadt auf Helgeland. Das Museum bietet auch wechselnde Themenausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Vikgården Landhandel und Cafè

Seit damals gibt es in Mosjøen verschiedene Gaststuben, besonders in der Sjøgata. Im „Vikgården Landhandel und Cafè“ möchte der Gastgeber diese Tradition aufrechterhalten und weiterführen. Der Hof war ein altes Handelshaus bis in die 1880-iger Jahre. Die alten Gegenstände, Schilder und anderen Sammelobjekte nehmen Sie mit auf eine Zeitreise. Im Vikgården bekommen sie Ihren Kaffe auf die gute alte Art mit lokalen Zutaten serviert. Es gibt jeden Tag ein Mittagsangebot und einheimische Nahrungsmittel aus dem Helgelandgebiet werden zusätzlich angeboten. Statten Sie dem Hof einen Besuch ab und erleben sie die besondere nostalgische  Stimmung eines echten Landhandels.

Stolz auf die Sjøgata

Die Leute aus der Gemeinde Vefsn sind stolz auf ihren alten Stadtteil und zeigen ihn gerne den Besuchern. Machen Sie einen Spaziergang in der Atmosphäre des 19.Jh und erleben Sie die alten Bautechniken und Werkzeuge, Details und Farben. Besuchen Sie die Krämer und Handwerker, die in der Straße arbeiten und machen Sie es wie die Vefsner : Gehen Sie in die Cafès, besonders am Vormittag. Genießen Sie das Lachen, die Gespräche und das Klirren der Kaffetassen, während zahllose Weltprobleme „gelöst“ werden. Die Kaffehauskultur hat eine lange Tradition in Mosjøen und besonders die Sjøgata war für ihr große Anzahl Cafés bekannt.

Ein Ort zum Wohnen

Die Sjøgata in Mosjøen hat eine lebendige Atmosphäre mit Handel, Gasthäusern, Unterkünften, Galerien, Kunstausstellungen, Antiquitäten, Museen und einigem mehr. Viele der Häuser sind von ganz normalen Vefsnern bewohnt. Sie sind es gewohnt, dass die Touristen gerne durch ihre Gärten gehen oder in die Fenster schauen.

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Das Sjøgataumfeld und die Kulturwerkstatt haben übrigens das Qualitätszeichen des norwegischen Kuturerbes, die Olfasrose. Mosjøen ist ein herrlicher Ausgangspunkt für viele schöne Reiseziele auf Helgeland. Auf Helgeland Reiselivs Internetseiten www.visithelgeland.com können Sie mehr erfahren.

Text: Gunn Johansen/Helgeland Reiseliv AS