Eine Tagestour auf Skiern durch Kiefernwald und über Hochebenen eignet sich selbst für unerfahrene Skiläufer. Zum Ende des Winters bietet sich auch die Gelegenheit, an einer Neuntagestour durch die Finnmarksvidda teilzunehmen. Bei einer siebzehntägigen Extremtour im Februar müssen Sie allerdings zeigen, was in Ihnen steckt. Die Firma Turgleder in Karasjok nimmt Sie mit auf die Finnmarksvidda

Skigelände

Die Finnmarksvidda ist eine relativ ebene Landschaft mit durchgehender Schneedecke von November bis Mai. Aufbereitete Loipen gibt es hier nur wenige, dafür jedoch perfekte Verhältnisse für Langlaufenthusiasten, die unberührte Wildnis erleben wollen. Liv Engholm und Thomas S. Nilsen i Karasjok betreiben den Anbieter Turgleder AS, der im Winter lange und kurze Touren in diesem weißen Skiparadies organisiert.

Neuntägige Tour im Ostersonnenschein

Im April, wenn einen die Sonne tagsüber wärmt und der Nachtfrost weiterhin für scharfe Fören sorgt, laden Liv und Thomas ein, die Finnmarksvidda auf einer neuntägigen Tour – sieben Tage davon auf Skiern – von Alta nach Karasjok zu durchqueren. Eine Woche auf der Hochebene hört sich für einen Sonntagsausflügler vielleicht lang an, aber in Wirklichkeit findet während dieser Zeit keine Extremtour statt. Die Tagesmärsche sind etwa 15 km lang, also nicht unzumutbar. Alle helfen mit beim Aufbauen und Zusammenpacken sowie bei der Essenszubereitung. Übernachtet wird in Zelten und Berghütten, und die begleitenden Hunde helfen beim Ziehen. 

Blitzkurs auf Skiern

Da auf der Neuntagestour keine extrem langen Distanzen zu bewältigen sind, nehmen auch Gäste aus Ländern mit schlechten Skiverhältnissen, wie aus den Niederlanden und aus Südafrika, problemlos teil. Das Ganze ist eine Einstellungssache. Wenn man es gewohnt ist, im Freien aktiv zu sein, freundet man sich schnell mit Schnee und Skiern an. Wenn man jedoch noch nie zuvor auf Skiern stand, empfiehlt sich die Teilnahme an einem Anfängerkurs in Karasjok. Dort werden auf flachem Gelände grundlegende Techniken und das Aufrechterhalten des Gleichgewichts eingeübt, und es wird auch an kleinen Abhängen gearbeitet. In vier Stunden hat man die Grundlagen erlernt. 

Extremtour im Februar

Im Februar sinken die Wintertemperaturen in der Finnmarksvidda auf den niedrigsten Punkt, und die Tage sind noch immer recht kurz. Jetzt lädt Turgleder zu einer siebzehntägigen Extremtour ein, deren Hauptteil an 12-14 Tagen stattfindet. Die Tour startet auf dem Hatter, dem Bergpass zwischen Skaidi und dem Porsangerfjord, und führt in südlicher Richtung durch den Stabbursdal-Nationalpark und weiter durch die Finnmarksvidda nach Karasjok. Die Gruppe übernachtet in Zelten bei Temperaturen, die bis auf -40 °C absinken, und alle helfen beim Aufbau des Lagers und bei der Essenszubereitung mit. Die ausgewählte Route führt an allen Scooterloipen vorbei, und das Gelände ist auf einigen Abschnitten sehr herausfordernd.

Extremvorbereitung

Was den Schwierigkeitsgrad anbelangt, kann die Extremtour mit einer Durchquerung Grönlands verglichen werden. Die Landschaft der Finnmark ist sogar noch herausfordernder als das flache Inlandeis, d. h. es lohnt sich, auf die Gegebenheiten eingestellt zu sein. Einige nutzen diese Tour, um sich auf eine Grönlanddurchquerung vorzubereiten. Als Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Tour gilt es, mit Touren und dem Skilauf erfahren zu sein und bereits im Zelt übernachtet zu haben.

Tagesausflüge

Auf Anfrage veranstaltet Turgleder für seine Gäste auch Tagesausflüge von Karasjok aus und bietet Ausflüge in die Landschaft rund um Karasjok an. Das Programm wird den Wünschen der Gäste angepasst. Einige Teilnehmer sind besonders tourenerfahren und heißen einen Tagesmarsch, der es in sich hat, willkommen. Den weniger Erfahrenen bietet sich indessen eine gute Gelegenheit, einen Ausflug in die unberührte Natur zu unternehmen. Ein Lagerfeuer mit Lunch und warmen Getränken gehört selbstverständlich dazu.

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Die Homepage von Turgleder präsentiert sowohl Sommer- als auch Winterprogramme. www.turgleder.com