Nordnorwegen besteht zum wesentlichen Teil aus unberührter Natur. Hier kann man sich meist frei bewegen, wenn man einige Dinge berücksichtigt. Im Folgenden eine kurze Übersicht – die jedoch mit gesundem Menschenverstand anzuwenden ist:
  • In der Natur (Utmark), die im Wesentlichen aus Strand, Wald und Gebirge besteht, darf man sich frei bewegen, auch auf Privatgrund.
  • Äcker und Wiesen, Privatgärten und gewerblich genutzte Bereiche – kurz gesagt alles, was nicht Bestandteil der Natur ist – dürfen nicht frei betreten werden.
  • Aufgrund der Weidetiere dürfen keine Zäune beschädigt und Gatter nicht offen gelassen werden.
  • Radfahren ist nur auf Wegen erlaubt, nicht in der wegelosen Wildnis.
  • Zwischen dem 15. April und 15. September darf kein offenes Feuer entzündet werden, außer in Bereichen, in denen offensichtlich keine Waldbrandgefahr besteht.
  • Motorisierte Fahrzeuge wie Schneemobile oder Quads sind in der Natur verboten.
  • Beeren und Pilze dürfen gesammelt werden, sofern dies der Natur oder dem Bestand nicht schadet. Moltebeeren sind an einigen Orten dem Grundeigentümer vorbehalten.
  • Zelten ist für bis zu zwei Nächte an ein- und demselben Ort erlaubt, jedoch in einem Abstand von mindestens 150 Metern zu Wohnhäusern, so dass die Anwohner nicht belästigt werden.
  • Angeln im Meer ist gratis, für Seen und Flüsse benötigt man jedoch eine Angelkarte.
  • Die Bestimmungen vor Ort, beispielsweise über eine entsprechende Beschilderung vermittelt, und die norwegische Gesetzgebung stehen über dem Jedermannsrecht.

 

Dies ist selbstverständlich eine gewagte Vereinfachung eines umfassenden Fachgebietes. Wir haben einen umfangreichen Artikel erstellt und die Juristin Marianne Reusch, Norwegens führende Expertin auf diesem Gebiet, bietet auf der Internetseite www.allemannsretten.no einen noch tieferen Einblick in die Materie.