Die zehnte Generation der Familie Kulseng heißt Sie willkommen zu einem Abendessen begleitet von Kristall und Porzellan in einem Bauernhaus von 1750 auf Røkenes gård. Der Service ist einwandfrei und steht gleich hinter der Souffleurluke in der Wand der Hochzeitssuite für Sie bereit.

Die zehnte Generation

Røkenes gård kommt einem Großbauernhof in Nordnorwegen am nächsten. Der Hof wird seit 1673 und seit zehn Generationen von der Familie Kulseng betrieben. Erstmalig erwähnt wurde er im 14. Jahrhundert, als er Schenkung an die Kirche ging. Wahrscheinlich aber wurde er bereits im 4. oder 5. Jahrhundert erbaut.

Handel und Branntwein

Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Handel mit Importwaren in den Norden und Fisch in den Süden am wichtigsten. 1777 bekam der Hof die königliche Ausschankbewilligung für Wein und Branntwein. Letzteres war damals ein Magnet, der verschiedene Aktivitäten an den Hof zog. Auch die Hofarbeit des für Nordnorwegen sehr großen Hofes und die Fischerei waren Teil des Betriebes.

Speicher- und Haupthaus

Das Speicherhaus aus dem frühen 18.Jahrhundert ist das älteste Haus des Hofes. Das Haupthaus wurde 1750 errichtet und ist ein traditionelles, langes und schmales Nordlandhaus mit zwei Stockwerken. Das reich ausgeschmückte Portal im Rokokostil zeigt, dass man den damaligen architektonischen Trends folgte.

Einrichtung mit Familiengeschichte

Die Stuben gehören zu keiner bestimmten Epoche, umreißen jedoch die 200-jährige Geschichte des Hauses als Wohnhaus. Die Drachenstilmöbel, das geschwungene Biedermeiersofa und der alte Kaffeetisch, in Auftrag gegeben von der Bäuerin Madame Normann (1761–1835) und durch ein Versehen vom Schuhmacher gezeichnet, die London-Uhr mit den goldenen Chinamustern aus den 1730er-Jahren und das ausgestellte Kristall und Silber – all das hat die Familie über Generationen hinweg begleitet. Seidentapeten, schwere Gardinen und ein nicht ganz ebener Fußboden zeigen, dass wir uns in einem alten Haus befinden, in dem uns die Generationen der Familie Kulseng aus ovalen Rahmen betrachten.

Gast auf Røkenes gård

Die nordnorwegischen Abendessen sind oft herzlich und rustikal. Ein Dinner auf Røkenes mit Porzellan und Kristall ist geprägt von Eleganz und Stil. Die Rohwaren kommen aus der fruchtbaren Landwirtschaftsgegend um Harstad und dem angrenzenden Meer. Die Zubereitung dagegen hat ihren Einfluss eher aus der französischen und internationalen Küche – wie es sich für einen Herrenhof gehörte. Zum Erlebnis gehört eine Einführung in die Geschichte von den Wirtsleuten persönlich.  

 Der Stall

1899 wurde ein für die damalige Zeit großer und moderner Stall gebaut. Als der Hofbetrieb 1987 eingestellt wurde, wurde er zum Bankettsaal, zur Kunstgalerie und zum Verkaufsraum für traditionelle Handarbeit umgebaut. Die Bilder des Künstlers Karl Erik Harr gehören zur Dauerausstellung. Stämme, Streben und Säulen, 1899 aus Namdalen hinauf geflößt  und drei Etagen hoch bilden eine überraschend moderne Ästhetik unter dem sichtbaren Schindeldach.

Das Afrikazimmer

In den 80er-Jahren wohnte die Familie Kulseng acht Jahre in Botswana. Als der Stall umgebaut wurde, sammelten sie Gegenstände und Erinnerungen aus dem südlichen Teil Afrikas im leer stehenden Silo und richteten es zum Afrikazimmer ein. Masken, Speere und Schilde in kräftigen, Afrika typischen Farben erinnern an eine wichtige Zeit im Leben der Familie.

Sommer- und Sonntagscafé

In den drei Sommermonaten ist Røkenes ein beliebtes Restaurant für Mittags- und Abendgäste. Im restlichen Jahr ist es nur sonntags geöffnet – hier genießen die Harstädter ihr Sonntagsdinner. Geschäftsessen, Bankette, Weihnachts- und Geburtstagsfeiern füllen die restliche Woche aus. Das alte Speicherhaus aus zwei Stockwerken mit der Glocke auf dem Dach ist exzellent restauriert und bietet zudem Übernachtungsmöglichkeiten.

Golf

Auf dem Grundstück vor dem Hof liegt eine Neulochgolfbahn in hügligem Terrain mit fantastischer Aussicht hoch über dem Fjord. Der Hintergedanke daran war nicht das Herrschaftliche am Golfsport, sondern die Offenhaltung der Kulturlandschaft und damit weniger Bebauung und Überwucherung.

Hochzeitszimmer mit Souffleurluke

Eine Hochzeit auf Røkenes gård, mit Porzellan und Kristall in stilvollem Ambiente, ist wohl der beste Start in die Ehe. Im 18. Jahrhundert war es schwierig, die Zimmer zu heizen, deshalb ist das romantisch eingerichtete Hochzeitszimmer kompakt mit einem relativ kleinen Ehebett. So gesehen ist es für reine Vernunftehen kaum geeignet. Für sofort benötigte Tipps gibt es eine Souffleurluke in der Wand.

Mer über Harstad

Die Internetseite von Røkenes, www.roekenesgaard.no, bietet noch mehr Geschichte und praktische Tipps. Die umfangreiche Internetseite von Destinasjon Harstads www.destinationharstad.no hat noch mehr Ideen für einen Harstadtbesuch auf Lager.