Alta, die Stadt des Nordlichtes macht ihrem Ruf alle Ehre. Die kleine Gesellschaft Glød führt die Gäste zum Nordlicht. Auf alle Fälle dorthin wo die größten Chancen bestehen es zu Gesicht zu bekommen – hinaus auf die Fjorde, westwärts zum Gletscher oder am besten hinauf auf die Hochebene Finnmarksvidda.

Ost, West, Nord oder Süd?

Wege entstehen indem man sie geht. Das gilt auf alle Fälle für Trygve Nygård in der kleinen Erlebnisfirma GLØD in Alta. Die Gäste auf der Jagd nach dem Nordlicht wissen nicht wohin der Weg sie führt, wenn sie starten. Die Windrichtung und Wettervorhersage entscheidet ob ein Nordlicht entsteht und die Gäste sind an der Entscheidung beteiligt ob hinausgefahren wird oder nicht. Sie zeigen deshalb auch Verständnis, wenn die Tour umsonst war. Das Erlebnis ist dann um so größer, wenn das Nordlicht auftaucht.

Die Nordlichtstadt Alta

Alta hat ein gutes, trockenes und stabiles Wetter mit vielen klaren Nächten. Der Jahresmittelniederschlag liegt bei steppenartigen 410 mm. Da verwundert es nicht, dass Kristian Birkeland (Er ist auf dem 200,00 NOK Schein) sich Alta aussuchte, als er mit der modernen Nordlichtforschung vom Haldetoppen aus in Alta 1899 begann. Dazu braucht es nämlich einen klaren Himmel, hinter den Wolken gibt es ja jeden Abend ein Nordlicht in Nordnorwegen.

Nordlichtjagd auf der Hochebene über den Fjorden

Meistens sieht man das Nordlicht auf der Finnmarksvidda. Das schlechte Wetter verschwindet oft vor Alta und weiter im Land klart es auf. Wenn der Landwind geht ist es allerdings an der Küste am besten. Man fährt den Altafjord entlang oder in Richtung Øksfjord. Im letzten Winter hatten wir eine Trefferquote von 83%, während sie im Jahr davor nur bei 70% lag. Vielleicht sind wir zu gute Sucher  geworden. Außerdem sollen die Nordlichter bis 2013 noch zunehmen.

Keine Garantie

„Wir sagen unseren Gästen ganz deutlich, dass sie möglicherweise kein Nordlicht sehen werden. Einmal wollte eine Gruppe Dänen hier unbedingt das Nordlicht sehen. Die Meteorologen in Tromsø meldeten, dass es eine kleine Chance dafür in Hammerfest gäbe. Wir fuhren also 130 – 140 km nach Hammerfest, sahen einen Stern und kein Nordlicht und fuhren wieder nach Hause. Die Stimmung war natürlich gedämpft. Da empfiehlt es sich diese mit Kaffe, Keksen und etwas getrocknetem Rentierherz wieder zu heben. Es ist auch schon passiert, dass das Nordlicht um Mitternacht hervorkam als die Tour schon vorbei war. Dann sind wir zum Hotel gefahren und haben die Gäste wieder geholt“ lacht Trygve.

Glück gehabt

„Ein anderes Mal hatte ich eine Gruppe Schuldeneintreiber hier. Alle waren schwer , über 1,90 m groß und hatten riesige Tätowierungen. Als wir auf die Vidda kamen sahen wir zum Glück ein herrliches Nordlicht, da war ich sehr erleichtert. Ich habe schon oft erlebt, dass die Leute noch eine Tour buchen, ob sie das Nordlicht nun gesehen haben oder nicht“, sagt Trygve.  „Hat man es gesehen,  will man mehr davon und es aus neuen Blickwinkeln fotografieren.“

Nordlichtjagd bei – 25 Grad

Mitten im Winter oben auf der Vidda zeigt das Thermometer im Auto oft knallharte – 25 Grad und das ruft natürlich Reaktionen bei den Gästen hervor. Das ist aber kein Problem, die meisten sind gut gekleidet und Trygve hilft den restlichen mit Watteanzügen und Socken. Auch Kaffe und Tee helfen, ansonsten geht man einfach hinein und wärmt sich auf. Auf der Vidda herrscht außerdem eine trockene Kälte.

Erinnerungen auf Fotos

Trygve ist ein erfahrener Fotograph und hat schon viele Bilder gemacht. Er kann deshalb bei Kameraeinstellungen gut behilflich sein. „Ich empfehle eine Spiegelreflexkamera zu benutzen. Eine Kompaktkamera hat nicht die gleichen Möglichkeiten“ sagt Trygve. Trygve macht auch eigene Bilder, die man dann für einen guten Preis kaufen kann. „Ich lege sie sofort auf Facebook „ lacht er. Trotzdem ist das Erlebnis größer ,wenn man die Bilder selbst macht und nach einer solchen Tour ist man ja Experte für Nachtfotos.

Mehr Nordlicht, mehr Alta

www.glodexplorer.no ist das Homepage von GLØD. www.visitalta.no bietet mehr Alta-Information.