Möchten Sie mitkommen in eine der unberührtesten Wildlandschaften Europas, hunderte Kilometer von Menschen entfernt, ohne die Natur in ihrem Winterschlaf zu stören? Dann begleiten sie Bjørn Klauer kreuz und quer durch Kjølen in der Inneren Troms.

Ein „Grenzfall“

Auf Innset am Altavatn in der Inneren Troms lebt der aus Deutschland stammende Bjørn Klauer mit seiner Familie auf einem Gebirgshof.  Der Hof liegt weit vom nächsten Nachbarn entfernt und ist der Ausgangspunkt für viele Touren in zwei Länder mit dem Hundeschlitten. Die kürzesten Touren dauern 5 Tage. 2012 nimmt die längste Tour 28 Tage in Anspruch.

In den Bergen

Die Touren gehen kreuz und quer über das Grenzgebirge Kjølen. Die Nationalparks Dividalen und Rohkunborri werden häufig besucht, außerdem fährt Bjørn Klauer gerne zur Treriksrøysa, wo sich Norwegen, Schweden und Finnland treffen. Auch die Gebirgswelt von Jukkasjärvi bei Kiruna - auf der schwedischen Seite - steht auf Bjørns Tourenplan.

Panorama

Die Touren führen deutlich über der Baumgrenze entlang und bieten ein Panorama über Berge und Hochebene. Die Aussicht unterscheidet sich täglich vom Vortag. Man sieht Faultiere, Luchse und Gebirgsfüchse. Oft sind die Gäste überrascht darüber, wie nah sie der Natur kommen und wie gut wir uns dieser anpassen, sagt Bjørn. Nur einfache Hilfsmittel sind dafür von Nöten.

Versuchstag

Tag eins ist ein Versuchstag. Es werden die Abläufe des Anschirrens durchgegangen, die Hunde werden gefüttert und es wird  sich mit ihnen beschäftigt. Dann wird eine ordentliche Runde gefahren. Erst am zweiten Tag macht sich die Gruppe auf den Weg in die Berge.

Sie werden nicht frieren

Es ist sehr wichtig nicht zu frieren, sagt Bjørn. Kommen Sie mit Wollunterwäsche, Mütze und Handschuhen. Hier bekommen sie dann Thermoanzüge und warme Stiefel. Übernachtet wird normalerweise in Hütten, aber auf manchen der langen Touren übernachtet man auch mal im Zelt. Ein Schneesturm kann vorkommen, aber darauf ist man mit dieser Ausstattung vorbereitet. Auch Temperaturen von – 35 sind möglich, obwohl dies selten vorkommt, sagt Bjørn. 

Sie tragen Verantwortung

Jeder hat sein Hundegespann und jeder Gast ist für sein Gespann verantwortlich. Dies gilt sowohl fürs Füttern, Geschirr anlegen und das Wohlbefinden der Hunde. Die Gäste helfen auch beim Holzhacken, Essen zubereiten und Abwaschen. „Alle ziehen an einem Strang, darin sind wir uns einig“, sagt Bjørn. 

Einheimisch essen

Das Essen ist wichtig, wenn man sich den ganzen Tag draußen aufhält. Bjørn liebt lokale Rohwaren wie Elch, Rentier und Wildlachs. Auch hat er eine eigene Bäckerei auf dem Hof. Er macht sich deshalb nie ohne frisches Brot auf den Weg.

Nordlichttouren

Hier gibt es zwei Arten von Winter, den dunklen und den hellen. Von Dezember bis Februar sind die Tage kurz, man kommt also nicht sehr weit. Als Ausgleich kann man in den menschenarmen Gebirgsgegenden des trockenen Inlandes das Nordlicht sehen. Diese Touren sind optimal für die Anfänger unter den Hundeschlittenfahrern.

Lange Touren im Spätwinter

Ab März sind die Tage lang und das Wetter oft schön. Längere Touren mit mehr Gepäck sind nun möglich. Auf dem härteren Spätwinterschnee kann man schneller und weiter fahren. Dies ist natürlich eine größere sportliche Herausforderung, die für die etwas geübteren unterhaltsamer ist. Schnell hat man 200 - 300 km in acht Tagen zusammen. Ab Ende April ist es nachts nicht mehr dunkel und man kann 24 Stunden fahren, wenn man will.

1000 km

Im März 2012 machen wir eine 28-Tage- Tour über 1000 km von Kirkenes nach Bardu. Wir folgen einem Teil der Route des Finnmarkrennens. Diese Tour ist in erster Linie für Gäste, die schon einmal dabei waren und auf die lange Tour unter freiem Himmel vorbereitet sind. Die Zusammensetzung der Personen ist auch wichtig, immerhin ist man über längere Zeit zusammen unterwegs.

Die Berge gewöhnt

Bjørns Gäste kommen aus ganz Europa. Die meisten von ihnen sind Aktivitäten unter freiem Himmel gewöhnt.. Ungefähr 50 % der Gäste in jedem Winter waren schon einmal bei uns, sagt Bjørn. Mit vielen der Gäste fährt er schon seit 25 Jahren. Bjørn erstellt vor jedem Winter ein Programm mit verschiedenen Touren. Viele melden sich einzeln an. Dann wird eine Gruppe daraus gebildet, gerne aus verschiedenen Nationalitäten.

Kann ich mitfahren?

Auf den kürzeren Touren, die etwa eine Woche dauern, sollte man so gut in Form sein wie auf einer Fahrradtour im bergigen Terrain. Wenn Sie jedoch mit auf eine der langen Touren möchten, sollten Sie gute Erfahrung im winterlichen Freiluftleben mitbringen, wie etwa dem Zelten. Es ist von Vorteil gut trainiert zu sein, da man den Hunden helfen muss, wenn die Schlitten schwer bepackt sind.

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Die Internetseite von Huskyfarm Innsets bietet alle Details zu den Touren und viele wunderbare Bilder!