Offroad Finnmark ist das härteste Mountainbike-Rennen der Welt. Über 700 Kilometer führt es kreuz und quer durch die unberührte Wildnis der Finnmarksvidda.

Härtestes Mountainbike-Rennen der Welt

Bei der „Vollversion“ des Rennens werden sage und schreibe 700 Kilometer in einer Schleife absolviert, die von Alta über das Innere Finnmarks wieder zurück nach Alta verläuft –das Siegerteam von 2015, Team Diesel/Pearl Izumi mit Stem-Are Hajo und Geir Lien aus Norwegen, benötigte dafür gerade einmal 74 Stunden. Wem das zu weit ist, der kann sich für die „Light-Version“ anmelden: Über 300 Kilometer geht es in einer Schleife von Alta nach Suossjavri südlich von Masi und wieder zurück. Der Rekord lag hier 2015 bei 18 Stunden und 49 Minuten. Niemand darf Offroad Finnmark alleine bezwingen, die Teams bestehen immer aus zwei bis drei Personen.

Gelände

Die Strecke folgt Karrenwegen und Pfaden über die Finnmarksvidda. Einzelne Abschnitte sind gänzlich weglos – das Fahren ist hier besonders anspruchsvoll und man muss das Mountainbike teils sogar tragen. Auf der gesamten Strecke müssen Hunderte von Bächen und einige kleinere und sogar größere Flüsse überquert werden, außerdem sind im Verlauf der Langdistanz 9-10 Kilometer kletternd zu überwinden. Ohne die Mitternachtssonne wäre das Rennen nicht möglich –sie sorgt die ganze Nacht über für Tageslicht, so dass das Rennen bis zu drei Tage lang ununterbrochen fortgeführt werden kann.

Checkpoints und Distanzen

Die Teilnehmer radeln rund um die Uhr, beim Erreichen eines Checkpoints müssen sie eine obligatorische Pause von fünf Minuten einlegen. Auf der 700-Kilometer-Distanz sind darüber hinaus drei weitere Pausen von jeweils drei Stunden vorgeschrieben, auf der 300-Kilometer-Distanz eine Pause von einer Stunde auf wahlfreiem Checkpoint. Offroad Finnmark ist erst zuende, wenn der Letzte das Ziel erreicht hat. Die Checkpoints befinden sich an Berggasthöfen, Schulen und Gemeindehäusern. Die Teilnehmer erhalten hier Essen und Trinken und haben die Möglichkeit, sich auszuruhen und technische Hilfe für das Fahrrad in Anspruch zu nehmen. Der aktuelle Standort der Teilnehmer wird über eine App auf ihrem eigenen Mobiltelefon mitverfolgt und direkt auf eine Karte übertragen, die im Internet oder mit Hilfe einer speziell hierfür entwickelten App eingesehen werden kann.

Fangemeinde in Dänemark und Deutschland

Die Teams setzen sich aus besonders hartgesottenen Amateuren zusammen – der typische Teilnehmer ist männlich, um die 40 Jahre alt und fit bis in die Zehenspitzen. Auf der Langdistanz zeigt sich 2015 immer noch eine deutliche Dominanz von Dänen, aber auch Australier und Finnen stellen sich gerne dieser Herausforderung, gefolgt von Norwegern an vierter Stelle. Das 300-Kilometer-Rennen dagegen ist eindeutig von Norwegern geprägt, mit einer starken Präsenz aus der näheren Umgebung.

170 Helfer

Offroadfinnmark zeichnet sich durch eine sehr gute Betreuung aus. 170 ehrenamtliche Mitarbeiter gewährleisten einen einwandfreien Rennablauf mit bester Versorgung der Teilnehmer. Sie sind entlang der gesamten Strecke sowie im Start- und Zielbereich in Alta im Einsatz.

Nähere Informationen

Nähere Informationen über die Einzelheiten zum Mountainbikerennen gibt es unter www.offroadfinnmark.no