Eine Hochzeitssuite von 1750 und ein Haupthaus im üppigen Schweizer Stil stehen mitten im reichsten Bauerndorf der Troms – das Sandtorgholmen Hotel hat eine vielfältige Geschichte, altmodische Eleganz und bietet modernen Komfort.

Strategisch gebaut

Am Südende des Tjeldsund, mitten im grünen Dörfchen Sandtorg und nicht weit von Lofoten entfernt, im Ofotfjord zwischen Bodö und Harstad, liegt Sandtorgholmen. Damals, als der gesamte Verkehr noch südwärts verlief, traf man sich hier am Tjeldsund.

Uralte Ahnen

1321 wurde Sandtorgholmen das erste Mal erwähnt. Seit 1557 gibt es eine erhaltene Namensliste der Bewohner. Sandtorgholmen ist demnach schon immer ein bedeutender Hof gewesen. 1770 bekam der Hof die Ausschankgenehmigung. Wo es Brandwein gibt, kommen auch die Leute – und bald war Sandtorgholmen ein bedeutendes Zentrum an der Fahrlinie der Schiffe.

Anlaufstelle

Seit 1800 war Sandtorgholmen eine Poststelle und 1838 feste Anlaufstelle der „Prins Gustav“, dem ersten Dampfschiff, das zwischen Nord- und Südnorwegen verkehrte. 1867 erreichten die Telegraphenverbindungen Sandtorgholmen. Für Oscar II. von Nordschweden war es ganz normal, Sandtorgholmen während seiner berühmten Reise nach Nordnorwegen 1873 zu besuchen.

Eine kleine Gemeinde

Auf Sandtorgholmen gab es eine Krämerstube, in der die Lokalbevölkerung wichtige Importwaren wie Mehl, Zucker, Brandwein und Wein erstehen konnte. Eine wichtige Handelsverbindung waren die Pomoren, Händler vom Weißen Meer in Nordrussland. Außerdem war Sandtorgholmen ein bedeutender Hof. Der Ort hatte im frühen 19. Jahrhundert 27 Häuser und 28 feste Einwohner. Es war der reichste Handelsort nördlich von Trondheim.

Verwünschungen

Während der Napoleonischen Kriege, als die Armut groß war, war der Wohlstand auf Sandtorgholmen noch immer beachtlich. Die Hausfrau Maren Marie Christensen verteilte deshalb Essen an die Bedürftigen. Da sie eine Samenfrau war, hatte ihr Mann Rasmus jedoch etwas gegen diese Hilfe. Er glaubte, sie bringe damit Unglück über den Hof. Als Rasmus einmal auf Reisen war, gab sie einer armen Frau trotzdem etwas zu essen. Diese war Hellseherin und erzählte ihr, dass es drei Mal in Sandtorgholmen brennen würde und der Speicher das einzige Haus sei, das unversehrt bliebe. Und so geschah es. Das Speicherhaus von 1750 widerstand allen drei Bränden.

Schweizer Stil

Der Großteil der Baumasse stammt von 1906, also nach dem Brand. Das Haupthaus ist ein stattliches Haus im Schweizer Stil. Die Stuben sind im ursprünglichen Stil gestaltet. Die Malerarbeiten nahmen zwei Arbeitsjahre in Anspruch. 27 Studenten und 2 Fachleute waren daran beteiligt. 1916 wurde das Haupthaus um 200 Meter versetzt – und zwar während es bewohnt war! Mithilfe geschmierter Stämme, starkem Tau, Flaschenzügen und Pferden wurde das Haus einen kleinen Hang förmlich hinab gezogen.

Die Baumasse

Die Anlegebrücke und die Kaianlage wurden ebenfalls nach 1906 errichtet. Handel und Krämerladen wurden hier betrieben. Das Haus für die älteste Generation aus dem Jahre 1850. Der alte Schuppen dient heute als Rezeption.

Zimmer und Suiten

Auf der Anlegebrücke gibt es 10 Dreimannzimmer. Sie sind komfortabel und modern, aber von der reichen Geschichte inspiriert. Sie haben Namen wie „Poståpneriet“, „Prins Gustav“ usw. und sind natürlich dem Thema entsprechend eingerichtet. Im Hauptgebäude gibt es 4 Suiten im Schweizer Stil.

Hochzeitssuite im Speicherhaus

Frisch Vermählte ziehen sich in die Hochzeitssuite im Speicherhaus zurück. Erfahrungsgemäß ist dies ein guter Start in die Ehe. Das jetzige Wirtspaar hat bis heute 80 Brautleute zu Gast gehabt und noch von keiner Scheidung gehört.

Gast auf Sandtorgholmen

Sandtorgholmen bietet den ganzen Sommer über Verköstigung und Übernachtung für Reisende an. Die einheimische Küche basiert auf hiesige Nahrungsmittel. Der Weinkeller von 1770 ist der älteste in Nordnorwegen. Im Herbst, Winter und Frühling kommen meist Kursteilnehmer, zudem werden viele Hochzeiten und große Geburtstage gefeiert – hier ist eine Reservierung nötig. Zu den Ausflugsmöglichkeiten ab Sandtorgholmen gehören Ausflüge mit RiB-Booten, Angeltouren, Wald-, Berg- und Grottenwanderungen.

Mehr über Harstad

Die Internetseite von Sandtorgholmen www.sandtorgholmen.no hat weitere Informationen für Sie parat. Für alles andere und Informationen zur Hardstand-Kommune empfehlen wir bei Destination Harstads hineinzuschauen: www.destinationharstad.no.