Die fantastischsten Fischergeschichten der Welt kommen vom Meer der nordnorwegischen Küste. Sie enthalten auch mehr Wahrheit als andere Fischergeschichten. Mieten sie sich ein Boot oder fahren Sie mit einem erfahrenen Sjark-Fischer hinaus und fangen Sie Ihren eigenen Fisch.

Guter Fang

Vor der nordnorwegischen Küsten treffen warme und kalte Meeresströmungen aufeinander, was zur Entstehung großer Mengen von Mikroorganismen führt. Die strengen Regulierungen der letzten Jahrzehnte haben den Bestand gegen Überfischung geschützt. Fisch gibt es also genug. Küstendorsch und Kabeljau, Seelachs, Heilbutt, Seeteufel, Steinbeißer, Rotbarsch und Schellfisch sind die wichtigsten Fischarten.

Wenn Sie einen großen Fang machen

Nach einigen missglückten Versuchen haben Sie gelernt dem Schlag des Fisches zu begegnen, ihn zu ermüden und sich gegen ihn durchzusetzen. Die Dorsche, die Sie bis jetzt gefangen haben wogen 3 – 4 kg. Es scheint als hätten die meisten dieses Gewicht, aber jetzt…jetzt kommt ein ganz Großer oder Schlauer. Ein Seeteufel oder ein Steinbeißer? Erst wenn er sich ganz ruhig verhält und Sie sich fragen, ob Sie ihn schon wieder verloren haben, zieht er ca. 50 Meter unter Ihnen langsam am Meeresgrund entlang.

Ruhig und entschieden ist er und fühlt sich schwer an. Jetzt haben Sie einen großen Dorsch an der Angel. Oder doch einen Seelachs? Man sagt der sei wie ein Lachs und ergäbe sich erst nach langem Kampf. Auf einen solchen bereiten Sie sich jetzt vor. Ihr Herz schlägt schneller und Sie folgen dem Fisch, der sich davon machen will. Plötzlich wird die Spitze der Angelrute mit einem Ruck zur Wasseroberfläche gezogen und der Fisch ist verschwunden. Sie ziehen eine leere Angelsehne heraus und stellen fest, dass die größten Fische immer die sind, die man nicht bekommt.

Erleben Sie die Spannung, während sie darauf warten, dass eine Großer anbeißt. Wenn etwas anbeißt ist es für alle ein aufregendes Erlebnis. Verlängern Sie dieses Erlebnis am Abend mit dem Genuss einer selbstgefangenen Fischmahlzeit.

Wetter und Jahreszeiten

Obwohl wir uns weit im Norden befinden, haben wir zumindest zum Angeln gutes Wetter. Wenn es im offenen Meer zu schwierig wird ist das Fahrwasser zwischen den Inseln und im Fjord eine Alternative. Die meisten Sportangler meiden die dunkelsten Wintermonate (obwohl das Meer zu dieser Zeit von Fischen wimmelt), zwischen März und Oktober jedoch sind die Witterungsverhältnisse optimal.

Angleranlage

Entlang der nordnorwegischen Küste gibt es eine Reihe Angleranlagen, die sich auf Meeresfisch spezialisiert haben. Oft wird in Hütten übernachtet, entweder in älteren Bootshäusern oder moderneren und komfortableren Anlagen, oft mit vielen Schlafplätzen. Hier können Sie sich auf freundliche Gastgeber mit guten Angelkenntnissen, über den nahen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung und über eine fantastische Landschaft freuen.

Recht und Gesetz

Solange Sie mit normaler Sportanglerausstattung fischen gibt es keine Einschränkungen zur erlaubten Menge . Möchten Sie Ihren Fisch jedoch mit ins Ausland nehmen, gibt es eine Obergrenze von 15 Kilo Filet. Zusätzlich dürfen Sie einen großen Trophäenfisch ausführen. Für das Angeln in Salzgewässern wird kein Angelschein benötigt.

Das schönste Abendteuer des Winters

Erleben Sie die spannende Stimmung auf den Angelplätzen während des Lofotfischens. Und vielleicht einen Seeadlerschwarm, der auf einen frischen Happen wartet? Oder die steilen Lofotberge, die in den Westfjord hinab zu stürzen scheinen? In Svolvær findet jeden Winter die Weltmeisterschaft in Kabeljaufischen statt. 

Das Reich des großen Fisches

Seriöse Meeresangler fahren natürlich zum Loppehavet, genauer gesagt zur großen Insel Sørøya zwischen Tromsø und Hammerfest. Das Loppehavet erfordert eine ruhige Hand am Steuer, aber die Belohnung dafür ist fantastisch. Hier, weit weg von den gut befahrenen Seewegen, kann man die größten Dorsche der ganzen Küsten fangen. Erfahrene Meeresangler fahren alleine hinaus, während Anfänger und solche mit mittlerer Erfahrung an geführten Touren teilnehmen sollten. Übernachtung, entweder in einfachem oder gutem Mittelklassestandard, gibt es in vielen der kleinen Fischerorte auf der Westseite von Sørøya.

Der Heilbutt – Fisch der Götter

Der flache Heilbutt, leicht zu erkennen an der verdrehten Kopfform, lebt im flachen Sandboden in Nordnorwegen. Er kann zu enormer Größe heranwachsen und gut über 100 Kilo schwer werden. Mit diesem Fisch werden im Norden Glaube, Aberglaube, Sagen und Mythen verbunden und die beiden norwegischen Bezeichnungen Kveite (von „kvit“ - weiß), und Hellefisk („heiliger Fisch“) sagen viel über diesen nordnorwegischen Weihnachtsfavoriten aus. In Solsvik bei Senja, wo ständig Rekorde im Heilbuttfischen gebrochen werden, können Sie etwas über den Volksglauben und die Kultur erfahren, die an den Heilbutt und an die Heilbuttfischerei geknüpft sind. Ein Besuch sollte unbedingt mit einer Angeltour und einer soliden Heilbuttmahlzeit kombiniert werden.

Fangen Sie einen Fisch in der Strömung

Möchten Sie etwas einzigartiges erleben? Dann gehen Sie am besten zum Saltstraumen südlich von Bodø, dem stärksten Gezeitenstrom der Welt. Er ist wie ein 150 m breiter Fluss, der plötzlich verstummt, sich dreht und genauso stark in die andere Richtung strömt. Ein wirklich merkwürdiges Erlebnis, das durch die enorme Menge Fisch, die dem Strom folgt noch verstärkt wird. Hier fängt man u.a. Dorsche, Steinbeißer und üppige Seelachse in großen Schwärmen.

Heute nichts gefangen?

Seien Sie nicht traurig, dann müssen sie den Fisch wenigstens nicht ausnehmen und säubern. Essen bekommen Sie ohnehin überall reichlich. Arktisk Meny ist ein Netzwerk von Restaurants in Nordnorwegen, in denen wunderbare Gerichte aus typischen lokalen Rohwaren in absolut höchster Qualität serviert werden. Probieren Sie eine tomatisierte Fischsuppe aus Heilbutt, Lachs und Seeteufel – dann verstehen Sie was wir meinen. Guten Appetit! 

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