Eine schlanke, elegante Aluminiumbrücke über Nordeuropas tiefste Schlucht eröffnet die Aussicht ins Kåfjorddtal und verbindet Wege miteinander . Sie schmückt die Landschaft aus in einem Wandernetzwerk aus Kulturdenkmälern zwischen dem Eismeer und Finnlands höchstem Berg. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Wanderer können sich darauf freuen.

Tief in der Nord- Troms

Die Gorsaschlucht oben im Kåfjordtal ist eine der tiefsten Schluchten Nordeuropas. Von der Südseite stürzt der Gorzifoss im freien Fall 140 Meter in die Tiefe. Mit dem Bau einer Aluminiumbrücke über dem Wasserfall ist diese Landschaft für die meisten von uns zugänglich geworden. Zusätzlich verbindet die Brücke zwei Netze von Wander- und Geländeradwegen zu einer der sehenswertesten und am leichtesten zugänglichen Wanderangebote in diesem Teil des Landes.

Ein Schmuckstück in der Landschaft

Die Fußgängerbrücke ist 53 Meter lang und besteht aus Aluminium . Nachdem sie in Österreich gegossen wurde, wurde sie mit in einem Teil per Hubschrauber an ihren Platz gehoben.

Die Schlucht

Am Ende der Eiszeit strömte ein riesiger Schmelzwasserfluss vom Inlandseis hinab durch das Kåfjordtal ins Meer. Stein und Kies im Fluss spülten die Schwachstellen im Bergboden aus, wodurch die Gorzaschlucht entstand. Sie ist bis zu 600 m tief ist und erstreckt sich 4 – 5 km am Fluss Guolasjohka entlang.

Ein Netz von Wanderwegen

Das Kåfjordtal ist einer der trockensten Orte Norwegens, hier finden Sie also stabile und gute Wanderverhältnisse vor. Es ist ein optimales Netz aus Wegen und Kieswegen, die sowohl mit dem Hauptweg als auch mit dem Gebiet um Ankerlia verbunden sind. Diese zwei Gebiete sind heute mit der neuen Brücke verbunden. Die beste Route ist ein 15 km langer Wanderweg, der am Parkplatz im unteren Kåfjordtal beginnt. Die Tour kann jedoch auf 20 Minuten verkürzt werden indem man den Hauptweg bis fast zur Brück hinauffährt.

Bungeejumping

Ein solch gewaltiger Abgrund ist wunderbar zum Bungeejumping geeignet. Schon am Eröffnungstag warfen sich Unerschrockene in die Tiefe. Vorläufig ist der Seilsprung jedoch nur sporadisch möglich, aber es wird daran gearbeitet ein festes, oder sagen wir besser elastisches, Angebot zu schaffen.

Geisterstadt

In Ankerlia im oberen Kåfjordtal finden sich die Reste eines Tagebauunternehmens. Um die letzte Jahrhundertwende wohnten mehrere 100 Menschen hier und es gab eine Schule. 1919 wurde das Werk jedoch geschlossen und heute sind nur noch die geschützten Ruinen der Werksgebäude sehen. Weiter unten, auf Holmenes am Fjord, liegt ein gut erhaltener Hof der Seesamen mit Haupt- und Nebengebäude. Das Kåfjordtal an sich ist eine Überraschung, hier liegen die Höfe dicht an dicht in einem Talgrund der aus fruchtbaren Grashügeln besteht.

Vom Eismeer zu Finnlands höchstem Berg

Von Birtavarre ganz unten am Fjord geht ein Hauptweg 25 km hinauf durch das Tal zum See Guolasjávri am Fuße des Bergmassives Háldi. Finnlands höchster Berg, auf finnisch Halti genannt, liegt 1324 m über dem Meer und gerade noch innerhalb der finnischen Grenze. Die höchste Spitze, Rásduottarháldi liegt auf 1365 m Höhe auf der norwegischen Seite. Am leichtesten erreicht man beide Berge über den Hauptweg. Nach Ende dieses Weges müssen Sie mit weiteren 2 Stunden Fußweg rechnen.

Wanderkarte und noch mehr Kåfjord

  • Das örtiche Fremdenverkehrsamt, Visit Lyngenfjord, verkauft  eine praktische Wanderkarte von Kåfjord (auch in örtlichen Geschäften und in Tromsø erhältlich). Sie haben ebenfalls einen Wanderführer für die Gegend Lyngenfjord herausgegeben.